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Das Jahrhundert der laufenden Bilder Seit der Erfindung der Schrift hat kein Ereignis mehr Einfluß auf unser Denken und Erleben gehabt als die erste Vorführung eines Films 1895 in Paris. Film ist DIE Industrie- Kunst- und Unterhaltungsform des 20.Jahrhunderts, das erste weltumfassende Medium. Der Film schafft Illusionen von Wirklichkeit, die seit hundert Jahren unsere Gefühle und Sehnsüchte, unsere Vorstellung von der Welt und unseren Alltag beeinflussen. Er dokumentiert aber auch die Welt, in der wir leben, und schafft so ein kollektives Gedächtnis, aus dem wir alle schöpfen, wenn wir uns die Geschichte der letzten hundert Jahre vergegenwärtigen wollen. Film überwindet… 1995, BR, 6 x 10 min

Bossa Nova, die verführerische Mischung aus brasilianischem Samba und Cool Jazz aus Rio de Janeiro, erfrischte in den 60er Jahren sowohl den Jazz und als auch den Schlager. Lieder wie "The Girl from Ipanema" gehören zu den meist gespielten Songs der Welt und erleben in jüngster Zeit eine Renaissance in der Drum´n Bass und Chillout-Szene. Matti Bauer hat in Rio de Janeiro die Veteranen der Bossa Nova getroffen und mit den Protagonisten dieser Musik gesprochen. Sein Film zeichnet in Momentaufnahmen die Geschichte der Musikbewegung nach, die am Ende der 50er Jahre entstand, als weiße Musiker wie António Carlos Jobim, Joăo… 2004, BR, 60 min

Im September 1993 unterzeichneten die Erben von Marlene Dietrich mit der Stiftung Deutsche Kinemathek einen Vertrag über den Verkauf des größten und umfangreichsten Nachlasses in der Geschichte Hollywoods: eine gigantische Wundertüte für die einen, für die anderen ein Schatz des Priamos. 300.000 Einzelstücke in Kisten und Kartons. Ein Gesamtgewicht von 25 Tonnen. 500 Regalmeter Kostüme, die Marlene in ihren Filmen trug. 12.000 Fotos. Die Instrumente, auf denen sie spielte, angefangen bei der singenden Säge ans den Berliner Jahren. Marlenes Telefone. Eine gigantische Koffersammlung und dabei nach das Überseegepäck, mit dem sie Deutschland verließ. Sämtliche Garderobenschilder, die von ihr eigenhändig abgeschraubt… 1995, BR / WDR, 45 min
Im Oktober 1904 kommt der junge Journalist Upton Sinclair nach Chicago. Er will ein Buch über die weißen Lohnsklaven des amerikanischen Nordens schreiben und hat sich für seine Recherche die Schlachthöfe Chicagos ausgesucht. Der Roman "Der Dschungel" ist bei seinem Erscheinen ein Sensationserfolg. Aber das amerikanische Publikum erregt sich weniger über das Schicksal der Menschen in den Stockyards, als über die Enthüllungen über den wirklichen Inhalt von Würsten und Fleischkonserven. "Ich habe auf das Herz meiner Landsleute gezielt" sagt Sinclair später, "aber ich habe sie in den Magen getroffen." Ein Film, der die Recherche Sinclairs im heutigen Chicago nachvollzieht und… 1990, ZDF, 45 min